Sites of mediation

FM 3: Site of Intellection – das Meer. Erfahrung, Wahrnehmung und Repräsentation um 1600

Leitung: Prof. Susanna Burghartz (Basel), Prof. Christine Göttler (Bern)

In den letzten Jahren ist das «Meer als kulturelle Kontaktzone» vermehrt ins Interesse der kulturwissenschaftlichen Forschung gerückt. Im Forschungsmodul «Sites of Intellection» sollen die Kategorien ‹Erfahrung›, ‹Wahrnehmung›, ‹Imagination› und ‹Repräsentation› ausgehend von den jüngsten Forschungsdiskussionen genutzt werden, um das Meer als multiple Kontaktzone frühneuzeitlicher Gesellschaften zu thematisieren.

Anknüpfend an die Erfahrung vor allem englischer und niederländischer Seefahrer wird zum Einen nach der Verarbeitung dieser Erfahrung maritimer Qualitäten von verschiedenen «sea-spots» in unterschiedlichen Darstellungsmedien gefragt.

Zum Anderen interessiert die Präsenz von Wasser und Meer in der Kunstproduktion von Antwerpen, der damit verbundenen Selbstentwurf in der städtischen Festkultur, das Genre der «Seelandschaften» und «Seestücke» und deren Bedeutung in der Geschichte Antwerpens nach 1585 und die Präsenz der prägenden und zugleich nach dem Fall der Stadt bedrohten Seehandelswelt in den Antwerpener Sammlungen und Kunstkammern. Auf diese Weise wird die Dimension von Erfahrung und ihrer Bewältigung mit Fragen nach Repräsentation als Form der Wissensproduktion und zugleich Identitätskonstruktion im Konzept der «Site of Intellection» verknüpft.

Einzelprojekte: